Das Hauptgeschäft unserer Regierung besteht in beinahe zwei Jahrzehnten darin, dem deutschen Volk keine Identität zuzubilligen und jede Anwandlung von Gemeinschaft zu verhindern. Unisono wird heute in allen Medien verkündet, wie sehr die Corona-Epidemie den Gemeinsinn in Deutschland gestärkt und vorangebracht hat. Auch die Überschwemmungen und die vielen Toten sind wegen der Anteilnahme der Bevölkerung auf einmal Zeichen einer großen Solidarität, die als Ausdruck der Staatskunst gewertet werden soll.

Will man unter solidarischer Gemeinschaft verstehen, dass jeder Nachbar dich anpfeifen kann, weil du deine Maske- jenes Zeichen der weitgehend sinnfreien Unterwürfigkeit- falsch aufgesetzt hast oder den Abstand nicht aufs Millimeter genau einhältst, dann sind wir in Sachen Solidarität in der Tat weit vorn. Zu einem gleichen Urteil kommt man, wenn ein älterer Mann von einem Polizisten geprügelt wird, weil er keine Maske tragen möchte, in Berlin aber der Christopher Street Day ohne Masken und Abstand im Angesicht der Polizei gefeiert werden darf.

Auch wenn du glaubst, dass die tatkräftige Hilfe für die von den Fluten völlig überraschten Bürger aus staatlichen Quellen erwachsen wäre oder auch nur einen Cent damit zu tun hat, dann liegst du zwar auf Staatskurs, aber dennoch nicht richtig. Es gibt- man sollte es eigentlich gar nicht glauben- doch noch eine in tiefen Schichten des Menschseins und im täglichen Leben verankerte Solidarität und gegenseitige Hilfe – Himmel weit entfernt von jeder Möglichkeit politischer Steuerung.  

Man muss die politisch Verantwortlichen aller Farben ob ihrer Anstandslosigkeit und ihrer unglaublichen Frechheit eigentlich bewundern:

Sie maßregeln alle, die Deutschland und die deutsche Flagge hochhalten, sie kämpfen auf Schritt und Tritt gegen alle nationale Symbolik, die sie durch ein nationenfreies EU-Bekenntnis ersetzen möchten.

Sie lassen es geschehen, dass alle nationalen Grenzen geöffnet werden, um Deutschland so schnell und unumkehrbar wie möglich der Islamisierung auszuliefern, und nehmen dabei den Tod von annähernd 2000 deutschen Menschenleben in Kauf, ohne eine Miene dabei zu verziehen oder ein Bedauern kund zu tun.

Nach der Judenvernichtung, die von deutschem Boden ausging und kein Jahrhundert zurückliegt, öffnen sie damit wieder für die in Deutschland lebenden Juden das Tor zur Hölle. Wer hätte das auch nur gedacht?

Was in der Regel an der Regierungspraxis zumeist übersehen wird, ist ihr kontinuierlich zunehmendes Streben nach einer zentralen, ja zentralistischen Steuerung à la DDR. Zentralismus bedeutet stets weniger Mitsprache und Top-down-Politik und Spaltung der auf Verflechtung und Gegenseitigkeit zielenden gesellschaftlichen Kräfte.

Verantwortlich für dieses famose Sündenregister – es kann leicht um einige Todsünden erweitert werden- ist das Kartell der vereinigten Parteien und der zahlreichen Eliten in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat, die alle ihr Scherflein zum Gelingen beigetragen haben und noch beitragen. Wer kritisiert, ist schon sozial tot, bevor er es selbst weiß. Da ist das politische Angebot doch verfänglicher: Bereichert Euch und seid korrupt!

Schweigt das Volk? Es scheint so, dass es keine machtvolle Opposition gegen diese unsägliche Politik der Irrungen gibt. Doch nur, wenn man wie die kleinen und großen Herrscher glauben, dass in ihrer eigenen Lebenszeit alle erdenklichen Vorstellungen Wirklichkeit werden müssen, wird so denken. Es gibt untergründige Entwicklungen in der Gesellschaft von kurzer, zumeist jedoch längerer Dauer. Große Veränderungen bedürfen einer längeren Phase des Wachstums.