Eine Sache kritisch beleuchten und befragen, das gehört nicht zum Inventar unseres Un-Bildungssystems. Immer an der Oberfläche bleiben, ja den Lack nicht abkratzen. Der Blick des unkritischen Konsumenten ist zielführend. Das gilt immer und gerade für das Gute. Ein guter Zeck war schon immer eine Barriere des Nachfragens. Das wissen die großen Verbände der Wohlfahrt seit langem und am besten. Ihre guten Zwecke schützen vor jeder Kritik und den Blick in die Kassen. Wir retten Tiere? Warum in Rumänien oder Spanien oder an einem anderen Urlaubsort? Wir retten Menschen in Not? Warum aus Afrika, warum Islamisten und Judenhasser, warum junge Männer, warum so viele in so kurzer Zeit und warum jetzt? Beide Hilfezweige zeugen von guter Moral der Kundschaft und von ungebrochenen Geschäftssinn der Elendsverkäufer. Wer da glaubt, dass professionelle Tierverkäufer, Kirchen, Sozialeinrichtungen, NGOs, Flüchtlingshelfer, Betreuer und die Elends-Politiker keine materiellen Ziele und Vorteile verfolgen, wenn sie ihr Bereicherungsmodell mit Moral überdecken, der ist eben ein guter und einfältiger Mensch und sonst gar nichts. Vielleicht ist er aber auch ein Zeitgenosse, der mit dieser Liebe zum Elend seinen gelebten Egoismus in einer Welt des Luxus und der Kinderlosigkeit ausgleichen möchte. Wohlan denn! Aber es gib tatsächlich die Anlagen zur gegenseitige Hilfe gegenüber Mensch und Tier- das wissen die Geschäftsmoralisten und nutzen diese humanen Anlagen zu ihrem Nutzen bedenkenlos aus. Moral ist aber ein sehr knappes Gut, das nicht verschwendet werden sollte.

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