Von Anfang an fehlte es an der Einrichtung einer aus den unterschiedlichen Disziplinen gebildeten Expertengruppe zur Erarbeitung eines umfassenden Planes zur Bekämpfung der Epidemie. Ein solches fachlich ausgewiesenes Gremium hätte die Aufgabe gehabt, alternative Handlungsvorschläge vorzulegen und zu diskutieren. Die Ergebnisse hätten der Politik zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden können.

Statt dessen wurde die wissenschaftliche Expertise vom RKI – einer  dem Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde- vorgenommen und unter den Ministerpräsidenten der Länder diskutiert. Man war unter sich und wollte auch nicht durch wissenschaftlich ausgewogene Expertise gestört werden. Merkel selbst trat als übergeordnete Leiterin der Corona-Politik in der Öffentlichkeit auf. Die für eine Entscheidungsfindung über die richtigen und angemessenen Wege, mit der Pandemie umzugehen, notwendige kontrovers- fachliche Diskussion blieb unzureichend.

Dem entsprechend einfallslos und eindimensional wurden vor allem restriktive Maßnahmen erwogen und Lockdowns ausgerufen. Die Besorgung des Impfstoffes wurden an die EU delegiert, die sich unfähig zeigte. Der überforderte Gesundheitsminister verteilte unzählige Aufträge zur Maskenbeschaffung und zur Impfstoffbeschaffung.

Was bei diesem verengten Management an vermeidbaren Kollateralschäden besonders bei Kindern und alten Menschen, in Bildung und Arbeitswelt, in Industrie und Handel, im Sozialbereich und in den Familien entstanden ist, dürfte schwer vorstellbare Dimensionen erreichen.

Höhepunkt des primär politisch-repressiven Umganges mit der Corona-Pandemie bildete die Änderung des Infektionsschutzgesetzes, mit dem u. a. die verbürgten bürgerlichen Freiheiten ausgehebelt werden konnten und können.

Die Corona-Epidemie wird zum Hebel der Abschaffung der föderalistischen Strukturen und zu einem wichtigen Motor auf dem Wege zu einem zentralistischen Staat. Der Bürger wird seiner im GG verbrieften Rechte beraubt und zu einer Marionette politischer Herrschaft. Zugleich wird die Corona-Pandemie dazu benutzt, von der Auswertung der verheerenden Merkelschen Kartell-Politik in den letzten Jahrzehnten abzulenken. Die Begleichung aller Verpflichtungen und Auswüchse der Merkel-Ära dürfte Deutschland für Jahrzehnte belasten.