Josef Stalin

Die große Tschistka – das geheime Vorbild der jetzt in Deutschland forcierten und von der Regierung eingeforderten großen Säuberung von rechtsextremen Bürgern und AfD-Mitgliedern – wurde Anfang der 30 er Jahre in der UdSSR eingeführt.

Ausgangspunkt

Feinde waren überall, und jeder führte böse Pläne aus. Die sowjetischen Bürger wurden 24 Stunden am Tag durch Radio, Zeitungen, zahlreiche Broschüren, die die Linie der Partei erläuterten, und schließlich durch Kamerad Stalin selbst in seiner Rede auf dem berühmten “Februar-März”-Plenum des Zentralkomitees 1937 davon überzeugt. Er entdeckte und neutralisierte, entdeckte und neutralisierte eine endlose Reihe von Feinden – ehemalige, gegenwärtige, zukünftige, potenzielle, hypothetische, mythische.

Praxis des Säuberns

Dmitry Kazamatsky – der Sohn eines Bauern im Dorf Kryukova der Pfarrei Naro-Fominsk im Bezirk Zvenigorod in der Provinz Moskau. In einer ländlichen Schule erzogen. Von 1893 bis 1897 diente Dmitry in der Armee im Rang eines Unteroffiziers. Von 1908 bis 1917 diente er als Trupp im Moskauer Bezirk Wolokolamsk. Seit 1924 war der 53-jährige Dmitry Kazamatsky Psalmist in einer Kirche im Dorf Dedenevo, Bezirk Naro-Fominskiy, und danach Psalmist in der Verklärungskirche im Dorf Kryukovo, Bezirk Naro-Fominsk.

NKWD-Offiziere haben diensthabende Zeugen gerufen: zwei Vorsitzende – eine Kollektivfarm und ein Dorfrat, die mit dem Meineid Protokolle unterzeichnet haben. Kurz darauf, am 26. Januar 1938, wurde Dmitri Wassiljewitsch verhaftet. Nachdem er herausgefunden hatte, wie viele Jahre Dmitri Wassiljewitsch als Psalmist gedient hatte, erklärte der Ermittler:

– Die Untersuchung hat Daten über Ihre konterrevolutionären Aktivitäten. Geben Sie Zeugnis von Ihren antisowjetischen konterrevolutionären Aktivitäten.
– Persönlich habe ich keine antisowjetischen konterrevolutionären Aktivitäten durchgeführt, und ich kann darüber keinen Beweis erbringen.

Die Ermittlungen wurden abgeschlossen und am 11. Februar 1938 von der NKWD-Troika zum Tode verurteilt. Dmitry Kazamatsky wurde am 17. Februar 1938 erschossen und in einem unbekannten gemeinsamen Grab auf dem Trainingsgelände von Butovo beigesetzt.

Aufklärung wider die Absicht

Im deutschen Staatsfernsehen wurde die Säuberungsaktion in einer Weise inszeniert, die an Stalins Präsentation erinnert. Diese sogenannten Troikas setzten sich Anfang der 30er Jahre aus dem ersten Sekretär des Parteikomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), dem lokalen Vertreter derOGPU (Geheimpolizei) und dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees des jeweiligen Sowjets zusammen. Die deutsche Troika der Verkündigung folgt diesem Muster: Seehofer als Minister, Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt. Auch ein Toter wurde benutzt, um die Gefährlichkeit des Gegners zu demonstrieren. Bei der Tschistka war es der ermordete Kirow.

Grenzen des Vergleichs

Machen wir nicht den Fehler, die heutige in Deutschland stattfindende Säuberung unmittelbar mit der Tschiska zu vergleichen. Die Methoden haben sich geändert und bringen schlimmstenfalls nur den sozialen Tod. Doch Geist und Absicht, politisch-unliebsame und andersdenkende Bürger auszuschalten, speisen sich aus den gleichen totalitären Quellen.

Vergeblichkeit der Propaganda

Alles Verteufeln der Trumps, der Johnsons, der Visegrád-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn), der eigenen Bürger als Nazi-Nachkömmlinge war wenig erfolgreich. Die Journalisten, die Medien und alle anderen positiven Kräfte- besonders die Nicht-Regierungs-Organisationen- haben trotz ihres großartigen Einsatzes viele Niederlagen hinnehmen müssen:

Die Nazi-Bürger der AfD vermehren sich weiterhin wie die Ratten und Kaninchen. Die Wahlergebnisse sind trotz vieler mieser Inszenierungen des Propaganda-Apparates sehr gut ausgefallen. Die einzige Opposition des Landes ständig zu kriminalisieren, lässt langsam die Wirkung vermissen. Es gibt ja offensichtlich auch paradoxe Effekte in der Politik! Viele erkennen, dass der Nazi-Vorwurf in diesem Fall das tückische Mittel der Führerin Merkel ist, eine demokratische Oppositionspartei – übrigens die einzige des Landes- zu zerstören.

Die dominierend auftretende Trump-Politik ist für die Amerikaner, insbesondere für die Farbigen und für die Arbeiter, kein Fehlschlag, wie es unsere Groß-Demokraten Merkel, Steinmeier und Maas täglich verlautbaren lassen. Überdies spielt Trump in einer anderen Liga als Deutschlands Polit- Elite.

Die EU- aber doch nicht Europa- fällt weiter auseinander. Die Briten wissen noch, was ein Bürger-Votum bedeutet und was ein Parlament und eine Demokratie sind. Merkel & Co wissen aber offensichtlich nicht, was es bedeutet, wenn das Königreich diesem EU-Monster die rote Karte zeigt.

Der Einfluss der Deutschen auf den Brettern, die die Politik bedeuten, ist so gering wie möglich und hat mittlerweile den Null-Punkt erreicht. Die ganze Regierungsmannschaft ist halt eine links-bunt gemischte Amateur-Truppe unter einer Staatsratsvorsitzenden, die es einfach nicht schafft, obwohl es ihr Wahlspruch ist.

Zuhause wird außerdem langsam das Geld knapp. Die Enteignung der Bürger über die Null-Zins-Politik kommt an ihre Grenze. Weitere Belastungen werden Widerspruch und Widerstand herausfordern. Zumal der Bürger weiß, dass überall die Qualität fehlt, um Groß-Projekte vernünftig und mit Augenmaß durchzuführen. Schon der Atom-Ausstieg und der Windmühlenbau haben zu nichts anderem geführt, als zur Bereicherung der Cleveren und einer Belastung der Dummen. Nie waren die Strompreise so hoch, wie nach dieser als Energiewende propagierten Abgabenerhöhung!

Auch Wirtschaft und Mittelstand werden ungeduldig und befürchten eine Krise mit unabsehbaren Folgen.

Konsequenzen

Die Realität kommt ans Licht und fordert eine Politik-Wende zur Vernunft und nicht zu den geplanten, teuren und wirkungslosen Klima-Exzessen sowie zu einer Weiterführung der abenteuerlichen, unverantwortlichen und unbezahlbaren Islamisierung Deutschlands mit dem Antisemitismus-Malus.

Wie ist der Stand der Dinge? Die Dominanz des Regimes ist in Gefahr. Ihre Nutznießer wittern die Richtungsänderung und bereiten eiskalt und hemmungslos die Abwehr aus den Sesseln der Macht vor. Sie haben auch schon eine alte, aber wirkungsvolle Strategie gefunden. Die Säuberung des Volkes von den Kräften des Bösen. In der UdSSR und in der NS-Zeit sprach man von Tschistka oder Säuberung.

Ausruf der Tschiska

Die unselige Marionette der Führerin- der bayrische Löwe Seehofer-hat zur großen Tschistka ausgerufen. An allen Ecken und Kanten des Landes, in allen Institutionen von großer und kleiner Bedeutung, in allen Organisationen und Verbänden, ja zuhause und in der Familie, überall dort, wo Menschen sich versammeln, zusammenkommen und miteinander sprechen- dort ist Säuberung angebracht und angemessen. Denn das Böse ist immer und überall!

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass die Nazis überall ihr Unwesen treiben, ihr Gift aussprühen und Land und Leute verseuchen. Früher konnten wir singen: Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Fett enthält und wir darum auf jeder Reise Marmelade eimerweise essen! Heute liefert die Wissenschaft Ergebnisse, die einem den Mund schließen sollen! Tempus mutatur!

Doch auch weitere wichtige und besonders glaubwürdige Institutionen wie das Bundeskriminalamt oder der Verfassungsschutz wissen Schlimmes zu berichten: In den eigenen Amtsstuben und Reihen gibt es diese Nazis, und dieses Gedankengut sickert überall ein!

Schon melden die mit diesem Material geimpften Medien von morgens bis abends die vielen Nazi-Taten: Auf den Fußball-Plätzen in der Kreisklasse bis hin zur Bundesliga, auf den Toiletten des Landes, in den Schulen und Universitäten, am Küchentisch und im Altenheim überall lassen sich das Gift des Nazismus feststellen. Und alle Ursachen und Quellen führen letztendlich auf die AfD zurück!

Das Gesicht der Tschistka

In den Universitäten werden Vorträge und Personen boykottiert, die sich kritisch zum Regierungshandeln äußern. Die Vortragenden werden von Studenten massiv und aggressiv abgehalten, Veranstaltungen durchzuführen, und finden bei der Administration und vielen Rektoren den keineswegs verordneten, sondern den freiwillig vollzogenen Rückhalt. Die Universität als Forum der offenen, weil wissenschaftlichen Diskussion wird zur Propaganda-Zentrale und verliert ihre freiheitliche Substanz. Schon fordert man die Amtsenthebungen unliebsamer Wissenschaftler, hetzt gegen jeden Wissenschaftler, der dem Mainstream nicht folgt. Alle sind sie Nazis! Das ist die Auswirkung des staatlichen Freibriefs zum Abbau jeder Meinungs- Diskussions-und Denkfreiheit!

Aber auch andere Bereiche sind von der Tschistka betroffen. Ich weiß von einem wohl typischen Fall einer versuchten Säuberung:

Ein Arzt, dessen menschliche und fachliche Qualitäten außer Frage stehen, wird in den berufsständischen Institutionen wegen seiner Mitgliedschaft in der AfD aus seinen Ämtern gedrängt, in die er gewählt worden war. Er muss sich auf den Druck seiner Kollegen entscheiden, ob er seine Aktivitäten in der AfD in verantwortungsvoller Funktion fortsetzten kann, sie minimieren muss oder gar aus der Partei austreten soll, damit er das ihm wichtige Engagement in seinem Berufsfeld weiter ausüben kann. Die demokratische Säuberung hat begonnen und zeigt ihre totalitäre Fratze.

Aufgeworfene Fragen

Darf es in einer freiheitlichen Gesellschaft möglich sein, dass die Mitarbeit in einer demokratischen Partei, die vom Bundesverfassungsgericht nicht verboten ist, ihrem Mitglied negativ zugerechnet wird und zu persönlichen Freiheitseinschränkungen führt?

Kann die Mitarbeit in einer demokratischen Oppositionspartei Anlass geben, die persönliche Integrität in Frage zu stellen und die Mitgliedschaft und das Engagement in anderen Organisationen zu behindern?

Wie steht es um die Freiheit der Person und um das Recht der freien Entfaltung der Persönlichkeit im Lande, wenn dieser Vorfall Schule macht und das Innenleben der Gesellschaft und deren Organisationen bestimmt?

Ist dem einzelnen Bürger die Freiheit der politischen Meinung und die Freiheit zur Wahl einer verfassungskonformen Partei nicht mehr ohne Einschränkungen gewährleistet?

Wie steht es um die innere Demokratie in den vielen beruflichen Organisationen und Vereinigungen?

Vergangenheitsbewältigung ohne Nachhaltigkeit

Auch bleibt die grundsätzliche Frage, was gerade die Ärzte aus der Geschichte ihrer Berufsverbände und Organisationen bei der frühzeitig einsetzenden und freiwillig vollzogenen Säuberungsaktionen von jüdischen Berufskollegen in der NS-Zeit gelernt haben? Der Schutz von Menschen und Minderheiten ist ein unabdingbares Lebenselixier jeder freiheitlichen Demokratie. Wie denn wäre eine solche Demokratie überhaupt möglich, wenn die Minderheiten nicht zu Mehrheiten werden könnten und die Mehrheiten wieder zu Minderheiten?

Den auf Freiheit der Berufsausübung wie kaum ein anderer Beruf angewiesenen Ärzten steht es schlecht zu Gesicht, wenn sie dieser Freiheit in ihren eigenen Reihen nicht den größtmöglichen Raum geben.

Anfang vom Ende

Nun- wir stehen erst am Anfang einer groß angelegten Tschiska, bei der es wie in allen totalitär denkenden und handelnden Systemen darum geht, Angst und Unsicherheit zu schüren, die persönlichen Freiheiten einzuschränken und jede politische Opposition niederzuhalten und zu unterdrücken. Doch bleibt festzuhalten, dass die Praxis der Säuberung nicht ein Zeichen der Stärke ist, sondern dem Gefühl erwächst, dass die einmal errungenen Machtpositionen ins Wanken geraten sind! Jede Tschiska ist der Anfang vom Ende.

Der Fisch stink zuerst am Kopf.

Ob nun Stalin die Eingebung hatte, die Tschiska zu institutionalisieren, oder ob sich Merkel nun auch zu der Säuberung entschloss – es sind immer die Schaltstellen der Macht, ohne deren Entscheidung eine solche totalitäre Vorgehensweise der Machtsicherung nicht möglich ist.

Beim G 20 Gipfel 2017 in Hamburg wurde vor den Augen der ganzen Welt sichtbar, wie sehr die Kämpfer gegen die Nazis – die sogenannte Antifa- eine ganze Stadt ungehindert mit Gewalt und Terror lahmlegen dürfen und können. Diese mit den staatlichen Kräften kooperierenden lupenreinen Demokraten, die erklärtermaßen mit dem Grundgesetz wenig zu tun haben, werden zumeist mit Mitteln der öffentlichen Hand gefördert und keineswegs als Gefahr für die Demokratie eingestuft. Als staatliche Hilfstruppen eingesetzt, sind sie nicht Objekt, sondern Subjekt der großen deutschen Tschistka. Man ist in den Machtzentralen keineswegs blind für diese eindeutigen Gegner der freiheitlichen Grundordnung. Man sieht in ihnen Partner!