Ein Gutmensch ist kein guter Mensch. Der gute Mensch sicherlich kein Gutmensch. Was verstehe ich unter Gutmensch? Politisch gesehen, gehört dieser Mensch zu den Grünen-Wählern, den Bessergestellten, den Deutschland-Hassern, Islamisierern, Gender-Freunden, Weltverbesserern, Bevormundern, Globalisten und Freiheitsverächtern etc. Er stellt eine Kerngruppe des Merkel-Systems dar. In den Medien ist er endemisch. Psychisch gesehen, betrachte ich ihn in seinem auf Deutschland gerichteten Selbsthass, in seinem um circa 80 Jahre verspäteten Kampf gegen die Nazis und in der mechanischen Umkehrung von Gut und Bose sowie in seiner Überanpassung an den globalen Mainstream für den Ausdruck einer gewisse Anomalie .

In seinen ersten Jahren lebt der Mensch unserer Gesellschaft auf einer Stufe, in der andere Menschen die Sorge um das Leben tragen. In der Regel sind es vor allem die Eltern, aber auch die soziale Gruppe und die Gemeinschaft, die ihren Teil dazu beigeben. Diese frühen Stufen der unselbständigen Bildung und der Entwicklung sind für jedes Lebewesen notwendig, tragen zur Festigung der Lebensgrundlagen und eines für die Bewältigung des Lebens notwendigen Gefühls der Sicherheit und des Vertrauens bei. Der Raum des geschützten Daseins und der gesicherten Subsistenz ist zu einer „natürlichen“ Grundlage geworden und bildet die Grundlage der Individuation.

Doch im weiteren Lebensweg gibt es Erfahrungen und Einsichten, die diese Grundlagen modifizieren, korrigieren und weiterentwickeln. Die soziale Wirklichkeit ist die Treibkraft dieser Vervollständigung unserer Emotionen, unseres Denkens und Handelns. Man realisiert, dass diese Form der Existenzsicherung Grenzen hat und alles andere als Natur ist.

Das persönliche und soziale Umfeld verlangt nach eigenen Anstrengungen und Beiträgen, die Subsistenz, Lebensweise und Gemeinschaft sichern. Verbote und Gebote, Verpflichtungen und Gegenseitigkeiten bestimmen immer mehr den Lebenskanon und schränken die Selbstbestimmung als Wunschbestimmung ein.

Auf allen Stufen des Lebens können Bedingungen und Störungen eintreten, die die „Normalität“ aushebeln und zu Fehlentwicklungen, aber auch zu erweiterten Fortschritten führen können.

Die Ausgangsbedingungen für die Generationen der Gutmenschen waren ein prosperierender Nationalstaat auf demokratischer, wirtschaftlicher, sozialer und rechtstaatlicher Grundlage. Die Nachkriegszeit war vergessen, prosperierende Entwicklungen allenthalben und in allen Bereichen Sekurität. Die Sicherheit des Landes war durch Bundeswehr und Bündnispolitik nie gefährdet.

Schon die 68er Studenten hatten auf dieser von den vorhergehenden Generationen erarbeiteten Basis ihr freiheitlichen Ansprüche, Karrierewünsche und Vorstellungen umsetzen können. Ihre Kinder hatten dann durch keine äußere Not und äußeres Elend beschränkte Lebensverhältnisse und die freie Wahl des Lebensweges.

Die Schulen und Universitäten wurden immer mehr von gutmeinenden Lehrern bestückt, die Deutschlands Vergangenheit auf 12 Jahre beschränkten und alles Elend der Welt aus dieser Perspektive der Beschränkung betrachteten. Die Schule wurde von einem Lernort zur Stätte der Moralisierung. So weit, so gut.

Doch nun wurde die Moral von jeder Wirklichkeit gelöst und wurde zur Turbo- Moral. Der deutschen Nation wurde keinesfalls das immerhin durch die Judenvernichtung verständliche Büßergewand angelegt, sondern vielmehr als ganze Nation verdammt und abgelehnt. Die Gedanken wurden auf die Träume eines einheitlichen Europas und auf die globale Welt des ewigen und mit der Natur in Übereinstimmung befindlichen Friedens gerichtet. Die neue Generation war geboren- der deutsche Nazi war nun ein global denkender Gutmensch! Es bleibt eben dabei: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!

Natürlich konnte die Mehrzahl der Schüler mit fortschreitendem Alter diese Moral nicht verwirklichen. Denn zu dieser wirklichkeitsfernen Moral gehören krisenfeste Einkünfte, ein gewisses Maß an Reichtum, das eine Suspendierung von den Widrigkeiten des Lebenserwerbs ermöglicht- kurz und gut- ein halbwegs sorgenfreies Leben in den oberen bis obersten Schichten.

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass unsere moralischen Wegweiser in der Regel der Wegweisung selbst nicht folgen. Hat man je schon einen Wegweiser erlebt, der dem angezeigten Weg folgen kann? Die Kosten der gepredigten Moral werden nicht aus den eigenen Ressourcen beglichen, sondern von denen, die sich eine solche Moral nicht leisten können und auf lebenslange Arbeit angewiesen sind.

Die mit der Weltmoral verbundenen Kosten werden bei den Steuern, den Rentenzahlungen, den Beiträgen zu den sozialen Versicherungen, bei der Miete, bei den Strompreisen, bei der Entwertung des Geldes und des Sparens, bei der Vernachlässigung der Infrastruktur und bei den Qualitätseinbußen auf allen Gebieten, bei dem Verzicht auf Zukunftssicherung und Vorsorge etc. eingetrieben.

Bald wird die Wirklichkeit dazu zwingen, die unerträgliche Moralisierung der Menschen mit einer ihnen adäquaten Moral auszutauschen. Als Alternative bleibt für die Mehrheit der Bürger eine Verschlechterung ihrer Lebenslage, die sich in vielen Bereichen bereits abzeichnet.

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