Zwischen den Zeilen zu lesen, aber auch die Zeilen ins Gegenteil zu wenden, sind probate Mittel der Lektüre und Selbsterhaltung in einer nicht offenen Gesellschaft. Gar nicht mehr zu lesen, wäre wohl eine beruhigende, aber doch nicht für jeden gangbare und verantwortliche Perspektive.

Zur Corona-Zeit und im Rahmen der Umstrukturierung der EU zum Machtzentrum Europas wird das Thema der Solidarität von Medien und Politik immer mehr aufgegriffen. Doch wir wissen: Je mehr von Einigkeit, Miteinander, Gemeinsamkeit, Konsens, Einklang und Zusammenhalt geredet wird, je stärker tendiert Solidarität gegen Null.

Durch die deutsche Einheit war im Laufe der Jahre ein Klima entstanden, das den nationalen Zusammenhalt zwischen hüben wie drüben einübte. Gerade nach der Jahrtausendwende hatte man das Gefühl, dass die Annäherung langsam über das Verbale hinausging und an Lebendigkeit gewann.

Aber wieder einmal geht alles zu langsam: Die deutschen Führer denken allenfalls in kurzen Perioden. Schon die nächste Generation kommt aus dem Blickfeld. Nach uns die Sintflut. Sie wollen alles in der Kürze ihrer Lebensspanne erreichen: Politisches Handeln in permanenter Kurzsicht!

Man hatte die Wahl: Eine solidarische, freiheitliche und souveräne Nation oder Erreichung eines zentralistischen EU- Staates ohne Souveränität. Man wählte den Weg der EU, das heißt den Weg der Entmachtung der Völker und der Etablierung einer EU-Kratur.

Warten auf eine organische Entwicklung hätte einen Zeitverlust bedeutet und wäre angesichts des neuen deutschen Nationenbildung eine Gefahr für das große Projekt der Bill Gates &Co geworden: die Auflösung der Nationen und die Entmachtung der Völker auf der einen Seite, die eigene unkontrollierbare Machtergreifung durch eine verborgene Elite und deren Funktionäre auf der anderen Seite.

Die Politik der open boarders und die Politik in Corona-Zeiten geben jeder Stärkung solidarischer und freiheitlicher Lebensformen den Todesstoß – und eine große Entsolidarisierung und Entmündigung kommt den Absichten der Schöpfer einer neuen Welt und eines neuen Menschen entgegen.

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