Ein alter russischer Witz: Ein Mann kommt nach Hause und sagt seiner Frau, dass er in die Partei eingetreten sei. Die Frau erwidert: Blöd wie immer! Gestern bist Du in die Kuhscheiße getreten, und ich musste Deine Schuhe saubermachen. Und heute schon wieder!

Eine neue deutsche Tragödie: die deutsche Medea!

Die Medea des Euripides ermordet ihren Bruder, zerstückelt ihre Kinder und produziert ungeheure Katastrophen. Eine Gestalt des Untergangs. Diese Person hat sich verwandelt und lebt heute wieder auf.

0. Ouvertüre: Auferstanden aus Ruinen

1. Akt: Das deutsche Volk rettet die EU.

2. Akt: Das deutsche Volk rettet die Völker und Arten der Welt.

3. Akt: Das deutsche Volk rettet das Weltklima.

4. Akt: Heute verschleudern wir alles, morgen haben wir nichts.

5. Akt: Volk, hör die Signale! Auf zum letzten Zug nach Nirgendwo!

Von der Ansicht, dass Stillstand der Tod jedes Geschäftes ist, ist es kein großer Sprung in ihre Verallgemeinerung auf unsere ganze Lebenswelt. Auch hier soll alles in stetigem Wandel sein, und das Neue ist immer besser als das Herkömmliche. In den letzten Dekaden hat die Revolution der Digitalisierung sicherlich auch noch einen wesentlichen Schub für die Verallgemeinerung der Geschwindigkeit, der Beschleunigung und des Hier und Jetzt hinzugefügt. Dauer, Geduld, Langsamkeit und Warten sind ausgesprochene Mangelwaren und bei Politikern überaus seltene Fundstücke.

Was auffällt, ist die Unterschiedslosigkeit, mit der die Schnelligkeit auch auf Bereiche übertragen wird, deren Verlaufsformen und Existenzweisen prinzipiell einer anderen Art der Geschwindigkeit folgen. Zu diesen Bereichen gehören unsere Kultur und das Klima.

Wie lange hat es gedauert, bis unsere kapitalistische Kultur mit ihren demokratischen Errungenschaften entstand und mit wie vielen Opfern und Irrwegen war diese Entwicklung verbunden? Die Französische Revolution war nur ein erster vorläufiger Endpunkt einer schon damals lange vorher einsetzenden Entwicklung? Die Formung des aus der mittelalterlichen Welt hervorgehenden neuen Welt war ein mehrere Jahrhunderte dauernder Prozess! Unsere heutigen Denk- und Handlungsweisen sind nicht vom Himmel auf die Erde gefallen, sondern Formungen und Entwicklungen, die sich über lange, lange Zeiträume hinstrecken.

In den Politik-Etagen glaubt man offensichtlich, eine neue Kultur von heute auf morgen zusammenbasteln zu können: Die Grenzen werden einfach geöffnet für alle aus Afrika herbeigeholten Menschen. Dabei stammen sie nicht nur aus anderen, sondern uns auch fremd bis feindlich gegenüberstehenden und in besonderer Weise vom Islam geprägten Kulturkreisen. Täglich sehen wir, wie diese naive oder zynische Vorstellung in Mord und Totschlag mündet und wie ein innerer Krieg Land und Leute in Angst und Schrecken versetzt.

Es ist nicht nur der Mangel an geschichtlicher Bildung und Kenntnissen, der im Handeln der Politiker sichtbar wird, sondern vor allen auch eine Hybris, die dem Zeitgeist der Schnelligkeit und des anything goes bedenkenlos folgt. Doch die Triebkräfte solcher abenteuerlichen Politik liegen nicht allein bei unseren Polit-Größen. Man würde sie maßlos überschätzen.

In unsrer kapitalistischen Gesellschaft muss man die Frage nach der Rolle der großen, weltumspannenden Kapitalien stellen und in diesem globalen Sektor nach den Urhebern und Auftragsgebern solcher Zerstörungspolitik suchen. Es sind jedenfalls globale Gründe und Machtfragen und nicht Moral, Humanität und Gebetbuch, nach denen unsere Eliten einen politisch nie öffentlich diskutierten, geschweige denn demokratisch beschlossenen Plan mit aller Gewalt umsetzen.

Wenn es um Macht, Herrschaft und Reichtum geht, hat der Kapitalismus noch immer seine Phantasie bewiesen. Der Klimawandel eignet sich vorzüglich für eine bedenkenlose Umverteilung dieser Güter und für den unvermeidlichen Einstieg in eine neu strukturierte Weltordnung. Mit dem wenig transparenten, mehrdeutigen und variablen Klima-Thema lässt sich alles politisch Notwendige und Wünschenswerte begründen, insbesondere die Stärkung globaler Instanzen politischer Steuerung.

Je nach Lage wird von der Klima-Forschung der Untergang der Welt durch Erwärmung oder durch eine neue Eiszeit oder andere Phänomene prophezeit. Die Rettungszeit verkürzt sich immer mehr und schneller, und der Untergang ist für diese Generation schon absehbar, wenn wir jetzt nicht tätig werden und den menschlich gemachten C0 2 Ausstoß beenden. Nur ein Menschen-Eingriff in das Klima zeitigt schnelle und absehbare Folgen und kann den Untergang vermeiden helfen. Herkömmliche Methoden des Regierens, des Mitteleinsatzes und der Technologie reichen für solche Rettungstaten angeblich nicht aus und bedürfen neuer Formen der Regierung, neuer Finanzquellen und neuer Technologien.

Diese Art der Klima-Politik steht in einer engen Beziehung zur Politik der Schaffung einer neuen Kultur und eines neuen Menschen. Sie ist eine Katastrophen-Überbietung der hausgemachten Einschleusung afrikanisch-islamischer Menschen und lässt die damit verbundenen Gefahren und Irrwege als vergleichsweise harmlos erscheinen.

Ein Fokus-Wechsel, der einige Vorteile bietet, wird etabliert. Die „wirkliche“ Gefahr für uns und die Menschheit liegt im Klima-Wandel. Hier müssen alle Kräfte gebündelt werden, um dem Untergang entgehen zu können. Mit dem Modell des von Menschenhand gemachten und deshalb beeinflussbaren Klima-Todes, lassen sich viele bunte Träume realisieren :

Unendliches Geld wird neu generiert und umverteilt. Es wandert in die bunten Technologien. Die Abschaffung der Nationalstaaten und die Etablierung einer EU-Zentral-Diktatur werden von den Funktionären zur Steuerung dieses globalen Politmodells mit fanatischem Einsatz betrieben .

Die Polit-Technokraten haben Hochkonjunktur und können im Angesichte der Gefahrenabwehr und ohne den Souverän- das deutsche Volk- schalten und walten, was das Zeug hält.

Gleichzeitig gibt die Aufmerksamkeitsverlagerung auf das Klima eine gute Möglichkeit, die islamistisch-afrikanische Massen-Einschleusung massiv fortzusetzen und auch aus dem jetzt neu generierten Klima-Wandel-Etat zu finanzieren. Klimawandel als Kaschierung des Kultur-Aus.

Doch es gibt auch eine seriöse, kaum ins Rampenlicht gestellte Forschung zum Klimawandel. Diese Forschung sieht keineswegs einen die Menschheit bedrohenden Klimawandel, sondern weiß, dass das Klima sich schon seit Millionen Jahren immer gewandelt hat und auch weiterhin wandeln wird. Warme Zeiten wechseln mit kälteren Perioden. Der Klimawandel verläuft chaotisch und wenig berechenbar. Doch es gibt keinen vernünftigen Grund, eine Katastrophe auszurufen.

Weltuntergänge sind indes keine neue Erfindung, sondern sie haben eine lange Geschichte der Verkündigung und der Vorteilsnahme. Die apokalyptische Literatur ist sehr reichhaltig und beginnt noch weit vor dem ersten Jahr nach Christus. Ein Beispiel wäre die Sintflut, die in verschiedenen Kulturkreisen den Untergang der Menschheit prophezeit, aber dennoch die Tür für besondere Menschen offen lässt, damit sie die Sitten der Überlebenden verbessern können. Schöne Aussichten!

Warum folgen unsere Politiker den unhaltbaren Modellen des Kultur-und Klimawandels? Sie können nicht warten, haben keine Zeit und verwechseln ihre kurze Spanne des politischen Lebens mit der Weltzeit, die anderen Gegebenheiten und Einflussnahmen unterliegt. Zudem sind unsere Politiker durchweg Kollaborateure der afrikanischen Massen-Invasion und benötigen für diese Schmutz-Tat eine rituelle Reinwaschung. Auch hier reicht der kirchliche Segen allein nicht mehr aus, ein großes humanes Pseudo-Projekt muss her. Im Kern aber folgen diese Politiker den Interessen eines unersättlichen globalen Kapitalismus und nicht den Interessen ihres Souveräns.

Kulturen und Klima sind aber keine beliebig disponible politische Verfügungsmasse und unterliegen eigenen Gesetzlichkeiten. Wer das nicht beachtet, den bestraft hoffentlich das Leben!

Der russische Politiker Viktor Chernomyrdin (1938-2010) sagte über den Systemwechsel von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft: Sie wollten es am besten, aber es funktionierte so, wie es immer war.

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