Thukydides

Der griechische Historiker Thukydides (geb. 454 v. Chr., gest. wohl zwischen 399 v. Chr. und 396 v. Chr.) erkennt gleich beim Ausbruch des sich über 27 Jahre hinziehenden Krieges zwischen den Peleponnesiern und den Athenern seine Bedeutung und beginnt sofort mit den Aufzeichnungen der Geschichte des Peleponnesischen Krieges. Seine Erwägungen, seine Analysen, seine Objektivität und sein Wirklichkeitssinn gelten dem Ziel, den nachfolgenden Generationen für zukünftiges Handeln einen sicheren Ausgangspunkt zu bieten.

Die Athener führten Verhandlungen mit den Unterhändlern der Stadt Milet. Dabei wiesen sie die Melier auf die Größe und Stärke Athens sowie auf ihre maßvollen Forderung nach einer tributpflichtigen Unterwerfung bei Beibehaltung ihrer Selbständigkeit hin. Auch fehlte nicht der Hinweis auf die Vergeblichkeit der Erwartung einer siegreichen Auseinandersetzung mit der Großmacht Athen.

Als die Verhandlungen ergebnislos verliefen, brachen die Athener die Verhandlungen ab und sagten, wie Thukydides berichtet, Folgendes:

„Ihr allein scheint nach diesen Beschlüssen zu erachten, wie uns scheint, das Zukünftige für sicherer zu halten, als was ihr mit Augen seht, und das Verborgene, weil ihr es wünscht, bereits wie gegenwärtig anzusehen. Ihr vertraut völlig den Lakedämoniern, dem Glück und den Hoffnungen und werdet daran scheitern.” (Thukydides 5.84–116: Melierdialog)

Das noch im Nebel der Zukunft liegende Erwartete wird für eine sicherere Tatsache gehalten als die Tatsachen der Wirklichkeit selbst. Mit dieser absoluten Vorrangstellung der Zukunft wird die Gegenwart entwirklicht, entmenschlicht und entwertet. Die Bedürfnisse der Gegenwart sind nicht mehr Ausgangspunkt und Maßstab des Handelns und Denkens. Die Generation der Gegenwart wird mit dieser Rochade für eine von ihren Bedürfnissen und Interessen losgelöste Zukunft geopfert. Bisher gilt die Regel, dass solche Schachzüge und wirklichkeitsfernen Antizipationen der Zukunft viel Leid und Unglück für erbracht haben!

Was aber tun die Verfechter des Klimawandels? Unabhängig von den durchaus kontroversen und weithin ungeklärten Auffassungen zum Klimawandel in der Wissenschaft, bestimmen sie selbst die Tatsachen. Sie erstellen auf dieser wackligen Grundlage einen Katalog von Maßnahmen, die sofort und unmittelbar verwirklicht werden müssen. Dabei drohen sie mit dem Eintritt von Sintfluten und Untergängen aller Art. Nicht der Wirklichkeitssinn und die Tatsachen bestimmen ihr Handeln, sondern ihre Wünsche werden zu Tatsachen erklärt und absolut gesetzt.

Auch bei diesen Klima- Spekulanten steht ein böses Ende für alle zu erwarten!

Allerdings haben der Wunsch und das Vorgehen der Klima-Hysteriker auch einen geld- und machtwerten Gegenwartsbezug. Gilt es doch für ihre Förderer und Finanziers in Industrie, Politik und anderswo, die Kohlen aus dem Feuer der nicht klimafundierten Konkurrenz und der wirklichkeitsbezogenen Opposition gegen diese Art einer Wunsch-Politik zu klauen! Diese Absicht macht auch die Aggressivität und Unbedingtheit im Auftritt dieser Scharlatane verständlich!

Ein Dankeschön für die Anregung!
Kategorien: Grüne Diktatoren