Seit Trump in Amerika auf die politische Bühne getreten ist, die Welt mit einem Sieg über Hillary Clinton und ihre Demokratische Partei überrascht hat und Präsident der USA wurde, vergeht in den deutschen Medien kein Tag, wirklich kein einziger Tag, ohne den nicht Gift und Galle über Trump und seine Mitstreiter ausgegossen würden. In den letzten Monaten gewinnt diese mediale Manie nie geahnte Dimensionen. Man glaubt, ganz Deutschland stehe im Wahlfieber, obwohl allein die Amerikaner wählen dürfen. Was hat dieser Trump eigentlich den Deutschen getan, dass sie ihn wie einen teuflischen Feind behandeln müssen? Andersherum gefragt: Was haben die Deutschen für einen Charakter, dass sie auf diese Weise einem Präsidenten gegenübertreten, der aufgrund freier Wahlen einer Weltmacht vorsteht? Oder spielt Trump nichts anderes als den Sündenbock für die bis in die unmittelbare Gegenwart reichenden Verfehlungen Deutschlands?

Es gab wohl Zeiten in den deutschen Landen, in der der Denunziant als größter Feind vieler Bürger galt. In noch lebendig wirkender Erinnerung sind die nationalsozialistischen Zeiten, in denen wie selbstverständlich die deutschen Juden denunziert und der Verfolgung und Vernichtung anheimgegeben wurden. Hauswarte leisteten oft diese schmutzige Arbeit, waren aber auch hin und wieder in rettender Aktion tätig. Doch bleiben wir bei den kleinen Zuarbeitern der Vernichtungsmaschinerie nicht stehen. Ganze ehrenhafte Organisationen- Beamte, Ärzte und Juristen- überstellten frühzeitig ihre jüdischen Mitarbeiter dem Untergang durch Aussperrung von Brot und Arbeit. Es wurden Listen angelegt, freiwillig den NS-Herrschaften zugespielt und die Maschinerie gewann an Fahrt. Beförderungen, Zuweisungen etc. durften der Lohn für diese Drecksarbeit gewesen sein.

Nun weiß man, dass die DDR nicht von Anfang an den Charakter einer stalinistisch – säubernden und jeden Andersdenkenden verfolgenden Staatswirklichkeit hatte. Es gab bis zu Beginn der 60er Jahre für Kritiker und Opponierende manche Freiräume, die auch genutzt werden konnten. Der Sozialismus war noch nicht vollends zum Stalinismus geworden. Doch die schier unerschöpfliche Menge an Daten, Berichten und Aufzeichnungen in den Institutionen des Staatsschutzes sowie die Schüsse an der Grenze zur Bundesrepublik und die vielen politischen Insassen der Gefängnisse zeigten jedem aufmerksamen Beobachter, dass der Kommunismus zum letzten Gefecht angetreten war und in den Institutionen des Staates durchaus gewaltige Fürsprecher hatte. Auch viele Bürger der DDR waren aus verständlichen oder unverständlichen Gründen zu Denunzianten geworden und gaben ihre Freunde, Familien und Angehörigen der Stasi preis. Vorteile dürften damit verbunden gewesen sein. Die DDR war sicherlich kein Volk der Denunzianten, aber die Denunzianten waren doch zahlreich vertreten. Angesehen waren sie wohl nicht!

Den Vergleich mit der Bundesrepublik braucht die DDR jedenfalls nicht zu scheuen, waren doch die Nazis in den neuen Ämtern der BRD keine Zaungäste. Die Entnazifizierung ging schnell voran und wurde von den Besatzungsmächten auch nicht so ernst genommen, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre. Die Verschärfung der Lage zwischen Ost und West verlangte nach Fachkräften in allen Zweigen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, und so fand sich mancher ehemaliger Nazi-Chef in einem neu gepolsterten Sessel wieder. Über die jüngste Vergangenheit sieht man hinweg, wenn eine neue Gegenwart ihren Tribut verlangt.

Die Enttarnung der Nazis fing also erst richtig an, als sie von der Bühne abgetreten und keine Macht mehr waren. Jetzt konnte die neue Generation mutig jeden ehemaligen Nazi entlarven und dabei noch den Vorteil erhalten, die frei werdenden Sitze potentiell selbst zu besetzen. Unter solchen Bedingungen macht Entlarvung Spaß und bringt eine Dividende für das Leben. Ob die Enthüller eine bessere Moral hatten als die Entlarvten, darf diskutiert werden. Jedenfalls war sie ebenfalls zeitgemäß.

Nach der Wiedervereinigung sollte es in Deutschland mit der Nazi-Enthüllung noch kurioser werden. Überall wurden nun wiedergeborene Nazis in großer Zahl entdeckt und bekämpft. Das Geschäft mit der Verräterei begann erneut und brachte dem Zuträger durchaus Vorteile. Seit Merkel gilt die Regel: Wer anders denkt und handelt, als es die Führerin wünscht, ist Nazi und hat keinen Platz im ganzen Lande. Die Jagd hält bis heute an und hat schon viele Falschdenker zur Strecke gebracht und eine Unzahl Richtigdenker in die Polster. Es lohnt sich wieder, den Beruf des Denunzianten zu ergreifen.

Da es jedoch noch ein paar jüdische Bürger in Deutschland gibt, die offensichtlich dem Nazi-Regime entkommen waren oder zu spät geboren wurden und die für die Merkel-Truppe störend wirken, verfiel die Führerin auf den Gedanken, eine Spezialeinheit anzuheuern. Diese Machenschaft läuft unter dem Sympathie erheischenden Titel der „Hilfe in Not“: Junge islamistische Männer werden fortlaufend zu Tausenden ins Land geschleust und können seither bei der Vollendung der Befreiung Deutschlands von den Juden gute Dienste leisten. Wer erwischt wird, wird ein Fall für die Psychiatrie oder erhält kurzfristigen Gefängnisaufenthalt mit anschließender Vollpension. Ideen muss man nicht nur haben, sondern man muss sie wie DDR-Merkel glaubwürdig verkaufen können!

Inzwischen hat die Große Epidemie dafür gesorgt, dass die Bürger des Landes die Tugenden nicht verlernen, die sie sich über die Zeiten hinweg erworben haben: Man denunziert alles und jeden, die gegen die Regierungserlasse und Vorschriften aller Art verstoßen. Man nennt diese Art des Miteinanders jetzt Gemeinsinn.

Wer diese Kurzgeschichte gelesen hat, weiß jedenfalls sicher, dass die Juden zu den größten Feinden der Deutschen gezählt werden müssen. Und, um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Trump unterstützt wie bisher kein amerikanischer Präsident Israel und seine Juden, steht also eindeutig auf der falschen Seite der Geschichte. Jeder muss für sich selbst entscheiden: Sind Trump, die Juden oder gar beide die größte Gefahr für Deutschland?

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