Ich halte die Stellung. Ich bin der Meinung, dass es Männersport gibt und dass es Frauensport gibt. Die anderen Geschlechter, die es ja geben soll, können sich ja noch konstituieren und ein eigenes Publikum ausfindig machen. Nun bin ich auch der Meinung, dass der Männersport von Männern kommentiert und gepfiffen werden sollte, wie ich auch der Meinung bin, dass der Frauensport von Frauen kommentiert und gepfiffen werden sollte. Warum? Jedes Geschlecht hat seinen eigenen Körper mit seinen Empfindlichkeiten und Ausprägungen. Da der Fußball eine sehr körperbetonte Sportart ist, kann eine angemessene Beurteilung von Foulspiel am besten durch Geschlechtsgenossen erfolgen. Auch in der Feinmotorik gibt es zahlreiche geschlechterspezifische Eigenschaften, die eine Auswirkung auf das Spiel haben können und deren Beurteilung für das jeweils andere Geschlecht schwerfällt. Eine Rempelei im Frauenfußball sieht anders aus als im Männerfußball. Der Kommentartor und der Pfeifenmann sollten jeweils in der Lage sein, sich in den Mann oder die Frau hineinversetzen zu können, damit Urteil oder Pfiff richtig ausfallen und den Punkt treffen. Im übrigen besteht die Gefahr der Frauen im Männerfußball auch darin, dass sich der Kampf um den Ball zum schwachen Geschlecht hin bewegt und noch weiblicher wird. Die Frisuren unserer Spieler und das Verhalten auf dem Platz haben schon weibliche Dimensionen angenommen. Eine Fauenpfeife und ein weiblicher Kommentar würden auf Dauer die Tendenz zum Kaffeekränzchen auf dem Platz verstärken. Fußball ist eben ein Kampfsport und soll es auch bleiben- sowohl für Männer als auch für Frauen- getrennt nach Geschlecht.

Was steht dahinter? Es wäre naiv, würde man in dem Vordringen von Frauen in eine Männerdomäne- besonders während einer Europa-Meisterschaft- einen Zufall vermuten. Nein- es ist ein politisches Projekt der Umerziehung. Wir sollen uns daran gewöhnen, dass Frauen Männer sind und Männer Frauen. Alles ist möglich und kein Geschlecht ist spezifisch. Jedes Geschlecht kann alles genauso gut oder schlecht wie das andere. Die Austauschbarkeit von Geschlechtern soll mit der Präsenz von pfeifenden und kommentierenden Frauen im Männersport Fußball demonstriert werden. Die fachlich relevanten unterschiedlichen Voraussetzungen der Geschlechter in Sachen Körpererfahrung und Körperwissen werden eingeebnet und bagatellisiert, damit das neue Geschlechtermodell propagiert werden kann. Der Männersport als Kampfsport kann dabei nur verlieren, und die Frauen können nichts gewinnen. Die Ideologie ist der Sieger! Wie ideologisch der Sport mittlerweile agiert, wissen wir in Deutschland allzu gut. Haben doch die Herren des DFB beschlossen, aus der Nationalmannschaft einfach eine einfache Mannschaft zu machen. Damit soll die Nation aus den Hirnen der Leute vertrieben werden, damit an dieser prekären Stelle eine EU oder die ganze Welt oder sogar der Kosmos Platz greift. Nur hat man vergessen, dass es andere Länder und andere Sitten gibt. Viele Nationen sind stolz auf ihre Nation und wollen sie keineswegs vermissen. Der Franzose nicht, der Italiener nicht, der Pole nicht, der Schweizer nicht, die Ungarn und Türken nicht, die Letten nicht, etc. Deutschland, das schon Schwierigkeiten mit dem Singen der Nationalhymne hat, gilt hier nicht als Vorbild. Eher vermutet man, dass hier eine Camouflage stattfindet und der deutsche Nationalismus in einer besonders friedlich daherkommenden Verkleidung auftritt. Warum sollte eine Nation sich nicht als Nation fühlen und geben? Normalität jedenfalls sieht anders aus. Konsequent wäre es gewesen, wenn der DFB im Namen seiner Revision zur Mannschaft seine Beteiligung an Europa- und Weltmeisterschaften abgesagt hätte. Doch dafür und der damit verbundenen Geschäftsverluste reichte die Moral nicht. Irgendwo gibt es auch Grenzen.

Wie sehr der Fußball auf den höchsten Ebenen von Politik und Geschäft bewegt wird, machen uns die Fußball-Millionäre selbst deutlich. Sie begnügen sich nicht damit, Künstler am Ball zu sein und Millionen zu verdienen, sondern sie wolle auch die Moral im Lande hochhalten. Schnell nehmen sie das Ritual des auf die Knie Gehens auf und protestieren damit gegen einen Rassismus, der längst auch die Form einer Verhinderung des freiheitlichen Denkens und Handelns angenommen hat und zumindest von der deutschen Regierung gern als angenehme und unverbindliche Ideologie missbraucht wird.

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