Was ist eine Meute?

Gruppe von Jagdhunden, die für die Hatz abgerichtet ist und zusammen jagt.

Beispiele: eine Meute edler Hunde, eine lechzende, rasende Meute, die Meute umzingelt das weidwunde Wild, setzt dem Wild nach, die Meute auf das Wild loslassen, [sie] sprangen gleich einer Meute, die endlich das Wild gestellt hat 

abwertend zügellose Schar, Bande von Menschen, Horde, Rotte

Beispiele: die Anführer hetzten die randalierende Meute immer wieder auf, die Meute der Verfolger brüllte und grölte auf der Straße, eine Meute Halbstarker stürzte in den Saal, die Meute brach in Beifallsgebrüll aus.

Was für eine Meute hat das Land in seine Krallen gebracht? Seit 2005 heißt die Rudelführerin Angela Merkel. Noch in der DDR war die Dame aus bestem SED-Haus mit allen Privilegien, auch akademischen Ehren ausgestattet worden. Solche Formung war, wie sich nach dem Mauerfall herausstellen sollte, nicht nur in der DDR nützlich, um etwa als Propaganda-Funktionär erfolgreich zu sein. Vor allem auch beim bundesdeutschen Kurzlehrgang dieser Akrobatin der Macht sollten sich die Vorteile dieser Mitgift offenbaren.

Die Kluft zwischen DDR und BRD war gar nicht so groß, wie man dachte: herrschende Eliten hier – demokratische Eliten dort, Antifa-Gehabe hier – Anti-Nazismus dort, Propaganda hier – Informationen dort, Bürokratie hier – Bürokratie dort, Zentralkomitee hier und Kabinett dort, SED-Staat hier – Parteienstaat dort, Demokratie allüberall. Kurz und gut: Man fühlte sich bald wie zuhause, wurde das “Mädchen” von Kohl und später ohne jedes Kind zur “Mutti” der Nation.

Alles war Täuschung: Das Mädchen entpuppte sich bald als Kanzler-“Mörderin”, die kinderlose Mutti später als Fürsorgerin des nationalen Überlebens. Doch das war noch nicht alles.  

Immer wieder gelang es der hochgebildeten, an die Spitze der Macht gekommenen Frau, die Besten der Besten aus der großen Schar der Politiker um sich zu sammeln. Es gab keine Fehlgriffe. Jeder war handverlesen und hatte den Eignungstest bestanden: Er hatte keine eigene Meinung, keinen eigenen Gedanken und war bereit, bedingungslos der Führerin zu folgen.

Dieses Verfahren zeigte bei dem Großen Willkommen erstmals seine erstaunliche, über alle Parteigrenzen hinweg wirkende Kraft und dauerhafte Standfestigkeit. Jetzt konnte kommen, was auch immer es sein sollte. Selbst der Teufel hätte keine Chance gegen diese von Kruppstahl ummantelte Merkel.

Und es geschah wie von Gottes Hand: Eine neue, nie dagewesene Virus-Seuche trat auf und bedrohte die Menschheit und die Deutschen.

Zwar verschliefen die gesamte Mannschaft und die Führerin selbst die zentrale Startphase der Corona-Ausbreitung, traten mit widersprüchlichen Aussagen an die Öffentlichkeit und verpassten so manches, was man nicht hätte verpassen sollen.

Aber so langsam nahm man Fahrt auf und sah die Vorteile, die es brachte, als Speerspitze der Rettung aller Deutschen aufzutreten, die Medien noch stärker an sich zu binden und den Ton und den Takt im Lande vorzugeben. Die Politiker aller Farben- bis auf das Blau- wurden mit jedem Corona-Tag größer und größer und gewannen an Profil. Der Staat zeigte in größter Not seine Führungsstärke. Merkel und ihre Meute lebten auf.

Fachliche und kontrovers geführte Diskussionen, das Abklopfen der eingebrachten Vorschläge auf Richtigkeit und Wissenschaftlichkeit, Information und Aufklärung der Öffentlichkeit sowie Abwägung der Vor- und Nachteile mancher Maßnahmen blieben auf der Strecke. Die bevorzugte Behandlung und Betreuung der besonders gefährdeten Heimbewohner und über 80-Jährigen sowie der besondere Schutz der Kinder überstieg die Vorstellungskraft.

Natürlich gab es auch die unvermeidlichen Experten: Entweder kamen sie aus den dem Gesundheitsministerium angeschlossenen Einrichtungen, aus dem Parteien-Kartell oder aus anderen Zweigen der Frau Merkel treuen Wissenschaften: Einheitsdenken, Einheitshandeln, Geschlossenheit und Ganzheit prägten das Bild.

Tag und Nacht jonglierten die Medien mit einer Corona-Arithmetik, die keiner wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten und/oder Aussagekraft  verstehen konnte.

Heute weiß man, dass es bei alledem der Regierung darum zu tun war, Ängste zu entfachen und Schrecken zu verbreiten. Vom unsäglichen Innenminister war frühzeitig eine entsprechende Panik-Mach-Studie in Auftrag gegeben worden.

Bei solcher schon eine freiheitlich-demokratische Grenzlinie überschreitende Praxis wurde sichtbar, wie schief die Ebene war, auf der sich die Regierung bewegte. Die Richtung bewegte sich ins Totalitäre.

Die Praxis des Lockdowns führt uns dann direkt in die Gegenwart des neuen demokratischen Totalitarismus. Es gibt keine, speziell keine wissenschaftliche und epidemiologische Legitimation für unsere Erniedrigung: Wir können nicht mehr über unser Leben frei verfügen. Elementare Grundrechte sind eingeschränkt. Unsere Freiheit wird scheinbar – zum Vorteil der Politik – der Gesundheit geopfert. Die wirtschaftliche Situation wird mit jedem Tag des Lockdowns für viele enger und enger. Die Pleitegeier kreisen, und  Arbeitsplätze fallen weg. Wie lange noch kann die Regierungsmeute unsere Geduld missbrauchen?

Kategorien: Demokratie