Der Fußball hat es nicht mehr nötig, auf seine Fans zu achten. Längst haben sich die Macher in den oberen Etagen von den Besuchern der Spiele unabhängig gemacht. Sie erhalten ihre Finanzmittel, die sie großzügig an sich selbst und die Ballartisten verteilen, nur zum geringen Teil aus den Eintrittsgeldern der Fußball-Freunde. Werbeeinnahmen für Trikot, Stadion-Bezeichnung, Reklame aller Art, Zuwendungen aus den Übertragungen in den privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern und andere Quellen lassen sie arroganter und arroganter werden. Sie sind mit der großen Politik auf Du und Du und umschwärmen die großen Player der Wirtschaft. Hier sind die Goldadern.

Wenn sich die Politik schon seit Jahrzehnten weigert, diese Fußball-Konzerne mit den Kosten zu belasten, die sie mit ihrem Spektakel Wochenende für Wochenende verursachen, und diese Kosten der Allgemeinheit überträgt, dann war dieses Alimentieren vielleicht noch verständlich, als die Summen noch in verständlichen und halbwegs erträglichen Grenzen lagen. Wenn aber heute in der Bundesliga mit Summen gearbeitet wird, die jedes Verständnis und jedes Maß übersteigen, dann wird jeder öffentliche Zuschuss zum Signum einer Komplizenschaft. Do ut des. Ich gebe, damit du gibst.

Die großen DAX- Konzerne sind heute international ausgerichtet und das Kapital in den Händen der weltweit operierenden Finanziers. Internationalisierung und Globalisierung ohne Grenzen stehen auf der Agenda ganz oben. Der sich immer nach dem großen Geld ausrichtende Fußball der Bundesliga ist willig und folgsam, wenn es um das Sprudeln der Quellen geht.

Der Schulterschluss mit dem herrschenden Parteienkartell und der Global Player wird in seinen nicht tolerierbaren Folgen immer sichtbarer. Damit meine ich nicht, dass Merkel selbst die DFB- Spitze auswählt und andere Winkelzüge. Vielmehr meine ich die für ein Millionenpublikum potentieller Wähler konzipierten Kampagnen der Anpassung an die Regierungspolitik und die Wünsche der Globalisierer: Respekt, kein Chance für Rassismus, gegen Nazi- Rechte, für Vielfalt aller Art etc. sind Zeugnisse der Propaganda. Man bekommt das Gefühl, dass es den Herren des Fußballs weniger um die Pille als um die regierungskonforme Umwandlung unseres Denkens und Handelns geht.

Wer von den unzähligen Fußballfreunden ist eigentlich ein Rassist, wer ein Nazi, wer ohne jeden Respekt und wer verachtet wen? Es ist einzig und allein der Regierungskampf gegen die politisch andersdenkenden Demokraten, der von der Bundesliga als Dankeschön für die staatliche und wirtschaftliche Förderung umgesetzt wird. Allerdings ist es auch ganz simple Demokratie verachtende Interessenpolitik der Bundesliga-Größen im Dienste ihrer schönen- bunten- reichen Welt!

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