Ja. Es gibt noch das immer neue Kampfspiel der Männer um den Ball und um den Sieg. Auch gibt es noch einen Patriotismus und ein nationales Selbstbewusstsein. Die Russen und die Kroaten haben auch demonstriert, dass man nicht bei jedem Foul wie ein Kegel umfallen muss und dass man bis zum Abpfiff kämpft, kämpft und kämpft. Das ist kein Plädoyer für Aggressivität und Nationalismus, sondern für ein fast alle Völker verbindendes Spiel junger Männer, das noch nicht ganz den Tugendwächtern und der politischen Korrektheit folgt, wenn auch dem großen Geld. Mit der grün- bunten Mentalität der DFB-Clique und der Auswahl der Spieler nach der politischen Opportunität kommt man auf einer Welt-Meisterschaft nicht weiter. Mit der alle Fans verachtende Umwidmung in eine Merkel- „Mannschaft“, um die Distanz, ja den Hass auf die eigene Nation auszudrücken, gewinnt man kein einziges Spiel. Außerdem gehört der Nivea-Mensch zu den besonders vermerkelten Figuren, die sich zumeist durch korruptive Grundeinstellung und mangelhafte Fachlichkeit auszeichnen. Löw und die Merkelianer haben ihre Zeit überlebt. Ein Neuanfang mit diesem Fußball-Sumpf ist genauso wenig möglich wie mit dem merkelschen Polit-Sumpf.

In den letzten Jahren kommt in den oberen Etagen des Fußballs eine unerträgliche Politisierung hinzu. Ein Sport der Millionen, ja Milliarden umsetzt und bewegt (Besucher, Medien, Werbung,  Übertragungsrechte, Sponsoring, Transfergeschäft, Arbeitgeberfunktionen, Polizei und Schutzpersonal, Stadion, Infrastruktur: Zugänge, Wege und Straßen, Reinigung, öffentliche Sicherheit, Krankentransporte etc.), wird von Kapitalgesellschaften, kommunaler Politik und politischem Wohlwollen bis hin zur Landes-und Bundesebene abhängig. Man muss ja nur die Verflechtungen der großen Vereine der Bundesliga und die Namen der finanzkräftigen Gesellschaften auflisten, um zuerkennen, was dort gespielt wird und wer dort spielt.

Wer hat beim DFB das Sagen: Ein Merkel- und  Migrations-Fan. Wer sonst? Das Geschäftsgebaren der Vereine braucht politischen Flankenschutz und bekommt ihn auch. Schließlich gehört Fußball zum wichtigsten Spiele-Angebot unserer Spaß- und Entpolitisierungs-Gesellschaft.  Außerdem kann man sich als Politiker im Glanze der Millionen Zuschauer auf offener Bühne  werbewirksam präsentieren. Do -ut- des lautet das Prinzip.

Man könnte auch dieses Stadium der Politisierung übersehen und ertragen, wenn es nicht langsam unerträglich würde: Da wird die deutsche Nationalmannschaft zur Mannschaft, da wird uns Respekt – als wären wir (gegen wen auch immer) respektlos – von Leuten abverlangt, die im Gelde baden und sich oft genug durch wenig Gemeinsinn auszeichnen, da wird sich bei einem Ehrenamt bedankt, das durch öffentliche Mittel gefördert wird und zur Entlastung von Vereinen beiträgt, die dann die ersparten Mittel für einen Millionen-Transfer einsetzen.

In den Talkrunden wird es immer moralischer. Es fehlt mir einzig und allein ein anfängliches gebetsähnliches Ritual, das mich auf die moralisch gesättigte Fußball-Predigt einstellt. Die Fußball-Welt als Vorbild von multikulturellem Zusammenleben und Friedlichkeit. Hier haben wir endlich ein Vorbild für „Das schaffen wir!“ Wir vergessen dabei, dass alle Mitspieler zu den Höchstverdienern zählen und es sich bei den multikulturellen Fußballspielern um höchst ausgewählte, mehrfach und in jeder Hinsicht geprüfte Sportler handelt, die sich und ihre Familien in Villen oder Hotels auf Eigenkosten pflegen und ernähren können. Ja – es gibt auch Flüchtlinge unter ihnen. Ich gönne ihnen jedes Fußballglück!

Das Mit-Machen bei den direkten und indirekten Willkommens-Aktionen verzeihe ich Managern und der ganzen Entourage nicht! Wenn viele Fußballbosse durchdrehen und die AfDler  aus den  Vereinen aussortieren möchten, sieht man nur die Spitze eines Eisberges, der uns als Freunden und Förderern des Fußballs andeutet, wie es mit demokratischem Verständnis und rechtsstaatlichem Denken in den Führungsetagen unseres Lieblingssportes aussieht. Die Juden wurden auch in unseren Glanzzeiten aus den Vereinen entfernt!

Der Fußball der Global Player ist eine große, große Milliarden-Kloake. Wer hier mitspielt, muss mit allen Wassern und  vieles mehr gewaschen sein, ob als Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Zeugwart, Busfahrer,Marketing-Experte, Anwalt etc. Die großen Kampagnen mit ihren humanitären Ansprüchen (Anti-Rassismus und Antidiskriminierung und gegen Nazis und andere Rechtsaußen) sind nicht nur Verdeckungen des Milliarden-Geschäftes und der Hinterziehungspraktiken, sondern stehen zumeist auch im Dienste der politischen Steuerung der globalen Player der Wirtschaft, die ja zumeist auch das Milliarden-Spektakel mitfinanzieren. Dumm ist nur, dass jeder Fan diesen fußballspielenden Millionären, die uns zur richtigen Gesinnung auffordern, einen Dreck glaubt. Sie wissen alle, es geht um die Marie. Bald wird der Fan der Moralisierung und der Polit-Kampagnen überdrüssig und schaltet erst ein, wenn der Anpfiff ertönt und die Experten den Mund halten. Man kann auch auf die Stummtaste schalten. Wir wollen von unseren Fußballern keine Belehrungen und Verhaltensanweisungen, sondern ausschließlich guten Sport. 

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