Die Schildbürger, wohnhaft im fiktiven Ort Schilda, sind Hauptakteure einer ganzen Reihe von kurzen Erzählungen, den Schildbürger-Streichen. Die Schwank-Sammlungen zu den Schildbürgern sind die bekannteste deutsche Sammlung von Schelmen-Geschichten in Romanform. Die erste Ausgabe erschien 1597 unter dem Titel Das Lalebuch. Die zweite Ausgabe wurde 1598 unter dem Titel Die Schildbürger veröffentlicht.

Die Schildbürger bauen ein Rathaus: Um ihre Lebensart vorzuzeigen, bauen die Schildbürger ein neues, dreieckiges Rathaus mit einem großen Tor, aber ohne Fenster. Weil es nun im Rathaus stockfinster ist, versuchen die Schildbürger mit der Hilfe von Eimern und Säcken, Kästen und Körben, auch Kannen und Schüsseln, das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen.

Das Schilda der Literatur hat sich bestens fortentwickelt, aus der Phantasie wurde es in neuer Gestalt eine Realität. Diese Transformation geschah auf Kommando mit der Öffnung aller Grenzen und dem unkontrollierten Willkommen für jede und jeden Unterhaltssuchenden, wenn er nur wollte.

Seit diesem September 2015 gilt das eigene ehemals Deutsch genannte Land zurecht als Schilda-Land und seine Bürger als Schildbürger.

In einer von mir sehr gern gelesenen und überaus empfehlenswerten Kolumne des Herausgebers der Jüdischen Rundschau – Dr.R. Kronzecher – wird dieses neue Schilda-Deutschland beschrieben:

Benötigt dieses Land doch tatsächlich in wachsender Zahl Schutzzonen für die originäre Bevölkerung dieses Staates. Mit anderen Worten, wir benötigen hier und im eigenen Land Schutzzonen für die Schutzgebenden, die zunehmend vor den Schutzsuchenden Schutz suchen müssen. Mehr enthirnte Perversion geht nicht.

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