Ja, wer kennt sie nicht, die Abfalleimer, die wir stets suchen, wenn wir etwas nicht auf die Strasse oder den Gehweg oder ins Grüne werfen wollen. Eigentlich hat es so ein Abfalleimer nicht nötig, ein Umhängeschild zu bekommen oder etwas mitzuteilen, was sein Dasein selbst aussagt. In Münster gab es für die Abfallbehälter an den Busstationen (oder war es noch an den Haltestellen der Straßenbahn?) in den 60er-Jahren die Inschrift: In Deiner Hand liegt Münsters Sauberkeit! Ich fand das Motto überzeugend, bestätigend und einfach gut. Bis heute denke ich an diese Aufforderung, auch wenn die Stadt anders heißt.

Bitte nicht füttern!
Dünn sein über alles!
Kleinkind-Bestrafung
Unterwerfung
HSV-Motto
Antifa-Slogan
Dreck hat viele Gesichter
Fremdenfeindlichkeit
Freizeitland
Abfall als Seelentrost
Ein dubioser Slogan!

Hamburger Senat

Der löbliche Hinweis, Müll in der Stadt durch Benutzung des Müllbehälters zu vermeiden, sollte eindeutig und sachlich formuliert werden. Wortspiele, Kindereien, Fehlformulierungen, Grenzwertiges und Dummes sagen mehr über die Produzenten dieses Sprachmülls aus als zur Sache selbst.

Auch sollte der Hinweis mehrsprachig und/oder in Zeichensprache realisiert werden. Besonders für alle M-Gäste wäre das eine sinnvolle Geste! Auch den Hamburger Analphabeten wäre damit gedient.

In einer Weltstadt des Kampfes gegen Nazis erwarte ich einen klaren Hinweis, dass für die AfD und Andersdenkende die Nutzung des Behälters verboten ist. Solche Ausschluss-Verfahren haben sich in unserer großen Zeit schon oft bewährt.